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425 Jahre Schützen-Historie
Ausstellung der Fabianen in der Stiftskammer

Metelen - Auf ihre 425-jährige Historie blickt die Ss. Fabianus- und Sebastianus-Schützenbruderschaft in einer Ausstellung zurück, die ab dem 22. Mai (Sonntag) in der Stiftskammer zu sehen ist. Auf Schautafeln werden die markanten Ereignisse der Vereinsgeschichte dargestellt, Fotos der vergangenen 25 Jahre gezeigt. Auch einige wertvolle Exponate sind zu sehen.

Skizzierte die Pläne für das Jubiläum: Christian Ernsting, Vorsitzender der Schützenbruderschaft. Foto: Martin Fahlbusch

Die Ausstellungsmacher Dr. Ulrich Klisa (l.) und Udo Nobis hieven die Tafel mit den Königsketten in die leer geräumte Vitrine der Stiftskammer. Die Schützenbruderschaft Fabianus und Sebastianus blickt in diesem Jahr auf 425 Jahre zurück. Die Ausstellung ist das ganze Jahr über zu sehen Foto: Dieter Huge sive Huwe

Die Ss. Fabianus- und Sebastianus-Schützenbruderschaft ist ein Verein mit Bewusstsein für seine langjährige Geschichte. Dies wird in einer Ausstellung deutlich, die aktuell in der Stiftskammer aufgebaut wird und ab dem 22. Mai (Sonntag) zu sehen ist. Sie beschäftigt sich anlässlich des Jubiläums der Bruderschaft mit ihrer 425-jährigen Geschichte.

Udo Nobis und Dr. Ulrich Klisa haben im Archiv der Bruderschaft nach den markanten Ereignissen der Schützen-Historie gesucht, das Silber der Bruderschaft in Augenschein genommen, wertvolle Urkunden gesichtet. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die auf drei großen Schautafeln zum einen die markanten Ereignisse in der langen Gesichte des Schützenvereins darstellt, auf den beiden anderen Tafeln aber auch Fotos aus den vergangenen 25 Jahren zeigt. In einem dritten Part wird die Ausstellung ergänzt um wertvolle Exponate.
 

Jahrhunderte alter Artikelbrief

Herausragend ist dabei der so genannte Artikelbrief aus dem Jahr 1591. Hierauf führt die Bruderschaft ihre Gründung zurück. „Die Urkunde regelte die Rechte und Pflichten der Mitglieder der Bruderschaft bei der Verteidigung des Ortes. Er wurde abgeschlossen mit dem Stift Metelen“, erläuterte Nobis Die in dem Schreiben fixierte Schutzfunktion der Bruderschaft für den Ort – unter anderem ging es dabei um die Bewachung der Stadttore – trat im Laufe der Jahrhunderte immer mehr in den Hintergrund.
 

„Aus dem Protokollbuch von 1779 wissen wir, dass das Stift aber immer noch wichtige Mitspracherechte hatte.“

Dr. Ulrich Klisa
 

„Aus dem Protokollbuch von 1779, einem weiteren wichtigen Dokument der Bruderschaft, wissen wir, dass das Stift aber immer noch wichtige Mitspracherechte, etwa was die finanzielle Belastung des Königs betraf, hatte“, erklärte Klisa mit Blick auf die in dem Buch dokumentierten Statuten.

Zu sehen ist auch der Zinnkrug, den 1704 der damalige König Kock stiftete. Er ist erhalten geblieben und aus ihm trinkt auch heute noch der jeweils neue Regent den Königsschluck. Aus einer alten Inventarliste geht auch hervor, dass die Bruderschaft einst 14 derartiger Krüge besessen haben muss. „Zwölf von ihnen wurden aber verkauft. Die Bruderschaft brauchte wohl Geld“, vermutet Nobis.
 

Reiz der Details

Es sind diese Details aus der langen Geschichte des Vereins, die der Ausstellung ihren Reiz geben. Wie es der Bruderschaft gelang, trotz des Bedeutungswandels von der einstigen Wächter- und Polizeifunktion hin zum geselligen Verein weiterhin über die Jahrhunderte hinweg zu bestehen, wird in der Schau deutlich.

Lohnenswert ist auch ein genauer Blick au die Königsplaketten, deren älteste aus dem Jahr 1880 stammt. Auf ihnen dokumentiert sich auch die Zusammensetzung der Fabianen als einem Verein der Bürger und Handwerker. Typische Symbole wie etwa der Zirkel sind dort ebenso zu sehen wie ein Bagger oder auch das Atom-Symbol. Letzteres wählte übrigens Ausstellungsmacher Klisa – er ist Physiker.

 

Die Ausstellung ist der Beitrag der Ss. Fabianus- und Sebastianus-Schützenbruderschaft zu deren Vereinsjubiläum.
Sie wird am 22. Mai (Sonntag) um 15 Uhr eröffnet und ist danach bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr zu den Öffnungszeiten der Stiftskammer zu sehen.

 

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Quelle: Tageblatt für den Kreis Steinfurt vom 15.05.2016 Online - von Dieter Huge sive Huwe /Foto: Huge sive Huwe

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